Echte Role Models: Gründung als Eltern

Ein eigenes Business starten – und gleichzeitig Familie leben? Für viele klingt das wie ein Balanceakt auf dem Drahtseil. Doch immer mehr Eltern entscheiden sich genau dafür: Sie gründen nicht trotz, sondern wegen ihrer Kinder. Denn Eltern denken weiter. Sie bauen nicht nur ein Unternehmen auf – sie gestalten eine Zukunft mit Sinn, Flexibilität und Haltung. Gleichzeitig stoßen sie aber auf Hürden, die andere Gründer*innen oft nicht kennen: fehlender Mutterschutz, finanzielle Unsicherheit, strukturelle Lücken. Zeit, Klartext zu sprechen: Was gilt für Gründer*innen mit Kind – und was ist möglich?

J. Fischer

05 May 2026

Alltag

(Un)vereinbar? Gründen mit Kind

Gründen mit Kind: Herausforderung oder Vorteil?

Natürlich ist eine Gründung mit Kind anspruchsvoll. Schlaflose Nächte, weniger Flexibilität, Planungsdruck. Aber sie bringt auch eine neue Klarheit:

✅ Eltern setzen Prioritäten.
✅ Sie arbeiten fokussiert.
✅ Sie kennen den Wert von Zeit und wissen, was zählt.

Statt sich in 70-Stunden-Wochen zu verlieren, suchen viele Eltern nach nachhaltigen Strukturen, die Business und Familie langfristig verbinden – nicht gegeneinander ausspielen.

🧭 Dein Kompass: Unterstützung, Netzwerke & Tools

Du musst das Rad nicht neu erfinden. Es gibt zahlreiche Netzwerke und Plattformen, die dich beim Gründen mit Kind unterstützen – mit Wissen, Community, Events und Erfahrungsaustausch. Wir haben mal ein paar Tipps für euch zusammengestellt:

📌 Lokale Working Spaces für Parentpreneurs
📌 Netzwerke & Plattformen
📌 Info & Tools

Aber noch viel besser, das haben wir in eine Open Source Excel Liste gepackt, in der ihr alle eure Tipps eintragen könnt.

Gemeinsam können wir so ein richtig umfangreiches Support Sheet erschaffen! Lets go! (Falls ihr noch keine Member auf unserer Community Plattform seid, könnt ihr euch jetzt hier kostenlos einen Account anlegen, danach habt ihr Zugriff zu der Liste.)

Mutterschutz: Selbstständig – und trotzdem abgesichert?

Mutterschutz, Elterngeld & Co.: Deine Rechte im Überblick

Der gesetzliche Mutterschutz greift für Selbstständige nicht automatisch. Aber: Es gibt Wege, sich abzusichern.

👉 Mutterschaftsgeld erhalten Gründer*innen nur, wenn sie freiwillig mit Krankengeldanspruch versichert sind.
Das bedeutet: Du musst den regulären Beitragssatz von 16,3 % zahlen (statt des ermäßigten Satzes von 15,7 %), um Krankengeld – und damit auch Mutterschaftsgeld – beziehen zu können.

Wichtig zu wissen:

  • Das Mutterschaftsgeld beträgt 70 % deines beitragspflichtigen Einkommens.
  • Maximal kannst du bis zu 5.175 Euro pro Monat erhalten.
  • Der Schutzzeitraum: 6 Wochen vor Geburt bis 8 Wochen nach der Entbindung – bei Früh- oder Mehrlingsgeburten verlängert sich der Zeitraum auf 12 Wochen.

💡 Tipp: Die Bescheinigung über den Geburtstermin erhältst du frühestens 7 Wochen vor dem errechneten Termin – also rechtzeitig handeln!

Elterngeld: Auch für Selbstständige machbar

Ja, du hast Anspruch auf Elterngeld – auch wenn du selbstständig bist.

Das sogenannte Basiselterngeld kann bis zu 14 Monate nach der Geburt gezahlt werden – wenn beide Elternteile Elternzeit nehmen. Wer früh wieder in Teilzeit einsteigen möchte, kann zusätzlich das ElterngeldPlus nutzen.

Wichtige Voraussetzungen:

  • Du betreust dein Kind überwiegend selbst.
  • Du arbeitest während des Elterngeldbezugs max. 32 Stunden pro Woche.
  • Du wohnst mit dem Kind im selben Haushalt in Deutschland.

🧾 Achtung bei hohen Einkommen:
Seit April 2025 gilt: Wer (gemeinsam mit Partner*in) ein zu versteuerndes Einkommen von über 175.000 Euro hat, erhält kein Elterngeld mehr.

Fazit: Eltern, die gründen, sind echte Zukunftsgestalter*innen

Sie nehmen Risiken auf sich, nicht nur für sich selbst, sondern für die nächste Generation. Sie schaffen neue Arbeitskulturen, denken pragmatisch und langfristig. Gründung mit Kind ist nicht weniger ambitioniert, sondern anders ambitioniert.

👉 Du planst deine eigene Gründung mit Kind?

Dann hol dir unseren kostenlosen Eltern - Gründungsguide mit dem du dein Business strategisch und realistisch an den Start bringst. Weil Verantwortung auch Empowerment sein kann.

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Quellen:

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