Alufolie – der große Recycling-Irrglaube

11
Feb 2022
Von
Leonie
Lesezeit
3
Min

Schokolade geht immer. Hauptsache, sie schmeckt gut und macht glücklich. Immer mehr Hersteller:innen bieten mittlerweile auch vegane Sorten an, um sich mit Nachhaltigkeit zu schmücken. Der Verpackung wird dabei meist wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ein glänzendes Gewand aus Alufolie ist alles andere als gut für die Umwelt. Erfahre jetzt mehr über die Folgen.

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Vegane Zutaten allein reichen nicht aus

Fangen wir mit etwas Positivem an. Was heutzutage besser läuft: Es gibt immer mehr vegane Alternativen auf dem Markt. Im Blogartikel ”Tierisches Protein – 3 Gründe, warum wir es nicht brauchen” erfährst du, was das überhaupt mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Kurz gesagt: Die Tierwirtschaft ist für ca 20 % der globalen Treibhausgase verantwortlich. Sie hat damit sogar einen höheren Ausstoß zu verantworten als der gesamte Verkehrssektor. Einerseits stoßen die Tiere beim Verdauen CO2 aus, andererseits werden für die Tierwirtschaft wertvolle Ressource an Wasser, Land und Nahrungsmitteln verschwendet. Ja, vegane Alternativen zu Süßigkeiten sind ein guter Ansatz, dem entgegenzuwirken. Das allein ist jedoch nicht die Lösung für umweltfreundliche Produkte, denn auch die Verpackung muss berücksichtig werden.

Nein, Alufolie ist nicht gut recyclebar

Beim Aluminiumverbrauch steht Europa weltweit an zweiter Stelle. Das Metall ist vor allem so beliebt, weil es sehr leicht sowie hitzebeständig ist und sich biegen lässt. Es ist schon mehrfach in Verruf geraten – nicht allein aufgrund möglicher gesundheitlicher Schäden. Ein weiteres Thema ist die Umweltbelastung. In der Theorie lässt sich Aluminium gut recyceln, allerdings sieht es in der Praxis leider anders aus. Damit eine Verpackung als umweltfreundlich gilt, muss sie mehr als nur wiederverwendbar sein. Entscheidend ist der gesamte Produktlebenszyklus und dabei fällt bei Alu schnell ein entscheidender Nachteil auf: Die Herstellung ist eine starke Belastung für die Umwelt. 

Aluminium – die Herstellung  

Um Alu zu gewinnen, wird das Erz Bauxit im Tagebau aus dem Boden gefördert. Dieses besteht zu 50-60 % aus Aluminiumoxid und wird mit Natronlauge erhitzt. Das setzt wiederum Aluminiumoxid frei. Aktuell findet die Gewinnung hauptsächlich in China, Australien, Indien sowie in Brasilien und Jamaika statt. Um an das Bauxit zu gelangen, werden weitreichend Urwälder abgeholzt. Dabei entstehen immer wieder auch Landkonflikte mit der lokalen Bevölkerung.

Bei der Bauxit-Weiterverarbeitung  entstehen bis zu vier Tonnen Rotschlamm pro Tonne Aluminium als Abfallprodukt. Dieser Schlamm besteht aus giftigen Chemikalien und enthält unter anderem Blei und Schwermetalle. Zur Weiterverarbeitung kann er nicht mehr verwendet werden, also wohin damit? Meist landet er einfach auf der Deponie oder wird in den Gewässern entsorgt. Dass das nicht gesund ist, ist wohl kaum verwunderlich – es endet für Pflanzen und Tiere meist tödlich und schädigt auch die Gesundheit der Menschen. Auch die Ökosysteme werden so nach und nach immer mehr zerstört.

Setzen wir die Recyclingfähigkeit doch einmal ins Verhältnis: Im Vergleich zum Plastikrecycling können beim Recycling von Aluminium ein paar CO2-Äquivalente eingespart werden. Schaut man sich aber die Primär-Herstellung der beiden Materialien an, tun sich große Unterschiede auf. Die Primäraluminium-Produktion setzt pro Tonne etwa 13,5 Tonnen CO2-Äquivalente frei. Bei Plastik sind es hingegen “nur” circa 2,4 Tonnen. Das Aluminiumrecycling wird außerdem in der Praxis noch nicht technisch hochwertig durchgeführt. Deswegen wird bei neuen Verpackungen zwangsläufig meist hauptsächlich frisches Primäraluminium verwendet. Dass es definitiv nicht die nachhaltigste Lösung ist,  Plastikverpackungen einfach mit Aluminium-Lösungen zu ersetzen, wird hier wohl deutlich.  

Besonders problematisch: Alu-Recycling bei Lebensmittelverpackungen

Damit Aluminium angemessen recycelt werden kann, muss es in der richtigen Sammelstelle landen. Das sind in dem Fall der Gelbe Sack oder die Gelbe Tonne. Nicht nur in der Verkehrsbranche, im Bausektor und Maschinenbau findet das Metall Anwendung, sondern auch als Bestandteil von Lebensmittelverpackungen.

Die Problematik: Alu kann nicht effizient von den anderen Materialien getrennt werden. Folglich wird die Verpackung meist verbrannt und das Aluminium nicht wiederverwertet. Wenn es das Metall doch zum Recycling schafft, besteht ein weiteres Problem: der Qualitätsverlust. Der Grund dafür ist, dass es etwa 450 verschiedene Aluminium-Arten gibt. Diese müssten alle möglichst separat recycelt werden. Diese Art der Sortierung ist bisher allerdings nicht umsetzbar, darum sind die Qualitätssicherung und Wiederverwendung der einst hochwertigen Ressource nur in begrenzten Bereichen möglich. Ein geschlossener Kreislauf ist das jedenfalls nicht.

Musst du jetzt also auf deine Snacks verzichten? Natürlich nicht, aber sei am besten achtsam beim Einkauf. Eine leckere Lösung, die auch der Umwelt gut findest du bei the nu company.

Kompromissloses Naschen ist möglich

Bei the nu company kannst du ohne schlechtes Gewissen snacken, denn alle Produkte sind

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heimkompostierbare Verpackung von the nu company

Die Verpackungen bestehen zu mindestens 80 % aus nachwachsenden Rohstoffen und enthalten neben einer Stärkeblendfolie eine Cellulosefolie. Diese schützen die Produkte sowie die Siegelfähigkeit bei der Verpackungsherstellung. Weil die Verpackung zusätzlich auch heimkompostierbar ist, wurde sie von A Plastic Planet auch als  “PlasticFree” zertifiziert. Zum Entsorgen kann die Verpackung auf den eigenen Kompost, in die Schwarze Tonne oder in den Gelben Sack geworfen werden.

Wenn du mehr über verschiedene Kunststoffe erfahren möchtest, legen wir dir auch den Blogartikel über Biokunststoffe ans Herz.