Ist Circular Economy das Wirtschaftsmodell der Zukunft?

Während traditionelle Geschäftsmodelle Ressourcen häufig als unendlich betrachten zeigen uns Effekte wie Klimawandel, Umweltverschmutzung und Wasserknappheit uns jedoch, dass dies kein langfristig nachhaltiges Modell ist. Die Kreislaufwirtschaft genau hier an und versucht zunehmend einen besseren Umgang mit natürlichen Ressourcen. In einer zirkulären Welt sind Materialien Teil eines Kreislaufs und Energie kommt aus erneuerbaren Quellen.

J. Fischer

05 May 2026

Alltag

Konsum

Das Konzept der Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)

Auf welche Weise fördert die Circular Economy die Ressourcenschonung und wie erhöht sie die Wertschöpfung?

Die Circular Economy ist von ihrer Konzeption her regenerativ, fördert eine nachhaltige, hochwertige Industrie und trägt damit zur Wettbewerbsfähigkeit und Klimaneutralität bei. Die Kreislaufwirtschaft so wie heute bereits umgesetzt, ist zumindest ökologisch und ökonomisch nachhaltig. Allerdings wird die soziale Nachhaltigkeitn och nicht im Zentrum der Ansätze mit bedacht.

Die ökologische Nachhaltigkeit wird durch Neudesign in der Materialwahl hinsichtlich Wiederverwendbarkeit und biologischer Abbaubarkeit, dem Einsatz erneuerbarer Energien, der Verlängerung der Lebensdauer von Produkten und deren Teilen, die aus Wegwerfprodukten Erbstücke machen können, erzielt.

Die ökonomische Nachhaltigkeit (Wertschöpfung) wird in dieser Neugestaltung durch Effizienzsteigerungen erzielt und durch die Neugestaltung der Geschäftsmodelle hinzu „Alles“ als ein Service (AaaS – Anything as a Service). Beide Prinzipien stammen nicht nur aus der Digitalisierung, sondern werden durch diese noch verstärkt. Als Konusment*innen können wir Gebrauchsgüter zum Beispiel mieten, erhalten Upgrades und Reparaturen durch den Hersteller und müssen uns nicht um die Entsorgung bzw. Wiederverwertung nach dem Lebensende des Produktes kümmern.

Kreisläufe, von Wertstoffen bis Wertbeiträgen beginnen und enden nicht an der Unternehmenstüre…

Deshalb sollten KMUs sowie die großen Unternehmen in der Lösung von einzelnen technischen und sozialen Innovationen Kooperationen mit Partnern über ihre Branche und ihren Sektor hinaus suchen. Kooperative Innovationstärkt KMUs sogar in noch größerem Maße als Großunternehmen, so können diese etwa durch Zusammenschluss von Plattformlösungen, oder auch bei Materialrückführung stark profitieren. Nur wenn wir bereit sind, das „Jeder gegen jeden“ Paradigma der Wirtschaft hinter uns zu lassen und zu kooperativer und kollaborativer Wertschöpfung finden, bietet sich großes Potential für europäische KMUs und damit für den gesamten europäischen Wirtschaftsraum.

So schont die Circular Economy Ressourcen und fördert die Wertschöpfung:

●      Verwendung von erneuerbaren, kreislauffähigen und nachhaltigen Rohstoffen

●      Design von Produkten unter Berücksichtigung der Kreislauffähigkeit

●      Wiederverwendung von Produkten in der Nutzungsphase

●      Nach der Nutzungsphase: Reduzierung von Leckagen in natürliche Systeme (z. B.Meeresmüll)

●      2ndLife sowie Closed- und Open-Loop-Ansätze

●      Sicherstellung eines effizienten stofflichen Recycling

Welche Trends begünstigen die Circular Economy?

Verändertes Konsumentenverhalten

Konsument*innen wollen Produkte nicht mehr unbedingt besitzen – es geht ihnen vielmehr um den Zugang. Und wenn geteilt wird, braucht es weniger Produkte, diese halten länger und Materialien könne nmehrfach verwendet werden. Umweltbewusstes und sozial verantwortungsvolles Verhalten ist längst kein Nice-to-have mehr, sondern entspricht der Erwartungshaltung der Verbraucher*innen.

 

Technologie fördert Innovationen

Innovative Technologien werden immer günstiger und leichter zugänglich. Unternehmen sind  heutzutage in der Lage, ihre Produkte nachzuverfolgen. Dadurch verstehen sie noch besser, wie ihre Produkte genutzt und entsorgt werden. Dieser Fortschritterlaubt es, den Lebenszyklus eines Produkts zu verlängern und Materialien länger im Kreislauf zu halten.

 

Ressourcenknappheit erhöht die Relevanz zirkuläre Ansätze zu fördern

Die Unbeständigkeit der Rohstoffpreise sorgt für große Unsicherheit bei Unternehmen. Gleichzeitig bekommen Organisationen den steigenden Druck regulatorischer Änderungen und strengerer Umweltstandardszu spüren. Die Kreislaufwirtschaft erfordert daher sowohl einen Material- als auch einen Energiewandel. Das ist drastisch und verändert nicht nur Prozesse sondern wirkt sich auch auf Produkte und Geschäftsmodelle aus. Ein Blickentlang der Wertschöpfungskette und Unternehmensprozesse kann neue und innovative Ansätze eröffnen.

Wie finanziert sich die Circular Economy?

Circular Economy finanziert sich aus der operativen Geschäftstätigkeit, unterstützt durch Optimierungen und Innovationen der gesamten Wertschöpfung. Dabei ist die Neugestaltung der Circular Economy nicht nur die Aufgabe eines Unternehmens ist, sondern tatsächlich die Transformation unseres ganzen Wirtschaftssystems. Im gemeinsamen Europainvestieren wir in der Transformation hin zur Circular Economy in die Zukunft und nicht in die Vergangenheit. Statt nicht mehr adäquate Wirtschafts- und auch Lebensmodelle zu finanzieren, sollten wir in nachhaltige zukunftsfähige Lösungen und Geschäftsmodelle investieren.

Quelle: https://www.businesstalk-kudamm.com/

Die nachhaltige Lieferkette bei etepetete bio:

https://etepetete-bio.de/lieferkette

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