Kompost: Was passiert mit unserem Biomüll?

3
Mar 2022
Von
Leonie
Lesezeit
4
Min

Ob in zentralen Kompostieranlagen oder im Eigenheim: Kompostierung hat viele Vorteile. Die meisten von uns wissen viel zu wenig über den spannenden Prozess. Wusstest du zum Beispiel, dass ein gut gepflegter Kompost überhaupt nicht stinkt? Wir erklären dir, was auf dem Kompost landen darf und wie du deinen eigenen Heimkompost anlegen kannst.

verrottender Apfel – bereit für den Kompost
Gemüse- und Obstreste verrotten auf dem Kompost

Was passiert mit unserem Biomüll?

Bananenschalen, die Reste vom Mittagessen oder der Kaffeesatz vom Frühstück – alles landet im Biomüll. Aber was passiert damit eigentlich?

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz, die Bioabfallverordnung und die Düngemittel- und Düngeverordnung regeln die Zukunft unserer Bioabfälle. Der Hauptanteil der Bioabfälle privater Haushalte landet nach der Biotonne in zentralen Anlagen. Dort werden sie vergoren und/oder kompostiert. Insbesondere in der Landwirtschaft sowie beim Gartenbau wird der so entstehende Dünger zur Bodenverbesserung genutzt. Grundsätzlich "gehören" alle Abfälle aus Garten- und Küche dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Nur wenn man eine fachgerechte, ordnungsgemäße Eigenverwertung garantieren kann, ist man davon befreit. Wer zu Hause selbst kompostieren will, muss dies ganzjährig fachgerecht und umweltfreundlich durchführen.

Einen eigenen Kompost anlegen – worauf kommt es an?

Die Eigenkompostierung ist zwar keine Alternative zur Getrenntsammlung, aber bei fachgerechtem Betrieb durchaus eine gute Ergänzung. Für den Kompost im eigenen Garten gibt es kaum Vorgaben, darum ist es umso wichtiger, sich vorab ausführlich zu informieren. Denn wird die Eigenkompostierung nicht fachgerecht betrieben, wird's nämlich ökologisch sogar nachteilig falls Treibhausgase freigesetzt werden, der Boden wird überdüngt wird oder das Grundwasser gefährdet wird.

Checkliste für deinen Kompost

Damit auch alles glatt läuft, solltest du den Standort mit Bedacht wählen und auf optimale Bedingungen achten. So mag es dein Kompost:

  • im Halbschatten
  • vor Wind geschützt
  • nicht in einer Grube, auf Stein, Beton oder Asphalt
  • aufgelockert und geschichtet
  • vielfältig: Wirf verschiedene (geeignete) Abfälle auf den Haufen
  • feucht, aber niemals zu nass
  • luftig: Setze den Kompost regelmäßig um und durchlüfte ihn
Kompost richtig anlegen – so geht's

Was passiert beim Kompostieren?

Der eigeneKomposthaufen eignet sich nicht nur zur Entsorgung von Garten-und Küchenreste, sondern verwandelt Biomüll im Laufe der Zeit zu Humus.

Ist der Kompost erst einmal fachgerecht angelegt, starten sofort Abbauprozesse und kleinste Lebewesen machen sich an die Arbeit. Die besten Lebensbedingungen für die sauerstoffliebenden Mikroorganismen sind Sauerstoff, Wasser und eine angenehme Temperatur.

Zuerst werden schnell abbaubare Stoffe verarbeitet. Das ist eine ziemlich heiße Angelegenheit, denn im frischen Kompost steigt die Temperatur bis über 70° C. Danach sinkt die Temperatur wieder und die Kleinstlebewesen wandern ab. Dann startet die Kaltrotte und die Humusherstellung..


Was darf auf den Kompost und was nicht?

Geeignet:

  • Gemüse- und Obstreste
  • Brot
  • Eierschalen
  • Kaffee- und Teesatz
  • trockener Rasen
  • alte Erde
  • in Maßen: unbehandeltes Papier, Pappe, Haare, Unkraut, pflanzenbasiertes Kleintierstreu

Nicht geeignet:

  • beschichtetes Papier
  • behandeltes Holz
  • kranke, befallene Pflanzen
  • Glas
  • Metall
  • Leder

Auch gekochtes Essen und Fleisch sollten lieber nicht auf dem Kompost landen, denn sie locken Ungeziefer an.

Übrigens: Bei richtiger Pflege stinkt ein Kompost nicht, sondern riecht nach frischer Walderde.

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