Was vegan aussieht, ist nicht immer gleich vegan!
Wer vegan leben möchte, setzt sich in erster Linie mit seiner Ernährung auseinander, oder? Aber auch viele Alltagsprodukte enthalten tierische Stoffe oder werden an Tieren getestet!
J. Fischer
05 May 2026
Vegan
.jpeg)
Wusstest du, dass viele Alltagsprodukte nicht immer gleich vegan sind?
Wer vegan leben möchte, setzt sich in erster Linie mit seiner Ernährung auseinander und streicht jegliche tierische Produkte von seinem Speiseplan. Aber was ist eigentlich mit anderen Alltagsdingen, die wir benutzen? Oft wissen wir gar nicht, dass bestimmte Gegenstände oder Produkte, die wir tagtäglich nutzen, gar nicht vegan sind.
Hättest du gedacht, dass der Bildschirm, auf dem du das gerade liest, wahrscheinlich gar nicht vegan ist? Die Frage ist: Was machen tierische Bestandteile in Bildschirmen? Oder in anderen Dingen, wie Analogfotos oder Kerzen? Das verraten wir dir in diesem Artikel, in dem wir dir ein paar Dinge vorstellen, die überraschenderweise ganz oft gar nicht vegan sind!
LCD-Bildschirme
Bildschirme – egal ob Fernseher, Computer, Kamera oder Smartphone – sind vermutlich so ziemlich das letzte, bei dem sich Menschen fragen, ob sie auch wirklich vegan sind. So eindeutig ist das aber leider nicht. Denn es stecken in vielen LCD-Bildschirmen tierische Stoffe. Genauer gesagt tierisches Cholesterin, also ein Steroid, das in den Membranen tierischer Zellen vorkommt. Diese flüssigen Kristalle werden dann von Herstellern beispielsweise für Farbthermometer, ein wichtiger Bestandteil des Bildschirms, genutzt.

Gruselig, unnötig und leider die Realität: Unsere geliebten Smartphones, Computer, Kameras und TV-Geräte sind alles andere als vegan. Wer es genau wissen will, muss sich beim Hersteller gezielt informieren oder ein Zeichen setzten und darauf verzichten. Auch wenn das natürlich alles andere als einfach ist.
Analogfotos
Sie sind total im Trend, aber leider meistens nicht vegan: Analogfotos. In den Abzügen analoger Fotos oder Polaroids wird häufig Gelatine als Schicht auf Negativen und Fotopapier benutzt, was aus tierischen Proteinen besteht.
Damit sind die coolen Schnappschüsse leider nicht vegan! Hier hilft nur, beim jeweiligen Hersteller zu erfragen, ob sich Gelatine im Fotopapier befindet – oder so traurig es ist – auf analoge Fotos zu verzichten.

Kerzen
In vielen Kerzen ist Bienenwachs oder eine andere Form tierischen Fettes enthalten, was du unter der Bezeichnung Stearin findest. Alternativ bestehen Kerzen aus Paraffin, das aus Erdöl gewonnen wird. Also alles nicht so super nachhaltig und vegan wie gewünscht!

Nagellack
Manche mögen’s bunt, andere eher schlicht. Aber eines steht fest: Nagellack lässt Nägel schön und gepflegt aussehen. Aber Achtung: Viele Nagellacke sind leider nicht vegan! Ein Blick auf die Inhaltsstoffe verrät dir, ob sich tierische Bestandteile im Nagellack befinden.
Besonders auf den Inhaltsstoff “Guanin” solltest du achten. Guanin wird nämlich aus Fischschuppen gewonnen und ist ein schimmerndes Pigment, das (leider) in vielen Nagellacken eingesetzt wird. Pflanzlich basiert, vollkommen vegan und besser für Mensch und Umwelt sind beispielsweise die Nagelfarben von gitti. Ansonsten informiere dich auf der Webseite deines Nagellackherstellers des Vertrauens, ob tierische Bestandteile verwendet werden.

Reifen
Vegane Autofahrer können zum Beispiel bewusst auf die Lederausstattung verzichten. Auf Reifen aber nicht. Zwar bestehen sie aus Gummi, was an sich erstmal vegan ist, aber in manchen Reifen befindet sich Stearinsäure, die aus tierischem Fett gewonnen wird. Das Autofahren nicht gut für die Umwelt ist, wissen wir ja. Aber auch, wer der Umwelt etwas gutes tun möchte und mit dem Fahrrad fährt, braucht Reifen.

Auch hier versteckt sich häufig tierisches Fett und somit ist auch nicht jeder Drahtesel automatisch vegan. Wer da also auf Nummer sicher gehen will, muss beim Hersteller die genauen Inhaltsstoffe der Reifen erfragen, hier auf Nummer sicher zu gehen.
Zahnpasta
Die schlechten Nachrichten gehen weiter: Auch Zahnpasta ist nicht selbstverständlich vegan. Häufig sind in Zahnpasta Bienenwachs- oder pollen enthalten oder zum Teil sogar tierische Fette in Form von Glycerin. Als “schleifender” Zusatz wird auch in mancher Zahnpasta tierisches Knochenmehl verwendet, das die Zähne abschleifen und damit weißer machen soll. Um hier auf Nummer sicher zu gehen, halte nach den oben beschriebenen Inhaltsstoffen Ausschau, oder greife auf Zahnpasta zurück, die mit einem veganen Siegel versehen ist.

Es ist also nicht immer ganz so einfach, zu erkennen, ob ein Produkt wirklich vegan ist, oder nicht. Wir hoffen, dieser Artikel hat dir einen guten Einblick gegeben, worauf du achten musst, wenn du rundum vegan leben möchtest. Sicher kannst du dir immer sein, wenn vegane Siegel auf den Produkten sind, wie beispielsweise die Veganblume.

Weitere Artikel

Impact, der skaliert: Wie SOCHILI soziales Unternehmertum im FMCG neu denkt
Kann eine Chilisauce die Welt verändern? Moritz Eveding zeigt mit SOCHILI, wie soziales Unternehmertum im FMCG-Sektor funktionieren kann. Durch direkte Partnerschaften mit Farmer*innen im Senegal verbindet er wirtschaftlichen Erfolg mit echtem Impact.
.png)
Grundlagen für dein nachhaltiges Textil Startup
Die Textilindustrie gehört zu den Ressourcen intensivsten Branchen. Sie verursacht weltweit rund 2–8 % der globalen CO₂-Emissionen, zählt zu den größten industriellen Wasser Verbrauchern und ist ein zentraler Treiber von Mikroplastik. Allein in der EU entstehen durch Textilkonsum im Schnitt 355 kg CO₂ pro Person und Jahr.Und gleichzeitig gibt es eine neue Generation an Startups, die es besser machen möchte. Nachhaltiger produzieren, bewusster sourcen, fairer arbeiten. Doch wo beginnt man, wenn man ein Textilprodukt entwickeln möchte, das wirklich zukunftsfähig ist?
.png)
Echte Role Models: Gründung als Eltern
Ein eigenes Business starten – und gleichzeitig Familie leben? Für viele klingt das wie ein Balanceakt auf dem Drahtseil. Doch immer mehr Eltern entscheiden sich genau dafür: Sie gründen nicht trotz, sondern wegen ihrer Kinder. Denn Eltern denken weiter. Sie bauen nicht nur ein Unternehmen auf – sie gestalten eine Zukunft mit Sinn, Flexibilität und Haltung. Gleichzeitig stoßen sie aber auf Hürden, die andere Gründer*innen oft nicht kennen: fehlender Mutterschutz, finanzielle Unsicherheit, strukturelle Lücken. Zeit, Klartext zu sprechen: Was gilt für Gründer*innen mit Kind – und was ist möglich?
.png)
CSR: Dein Startup von Anfang an verantwortungsvoll aufstellen
Gerade in der Gründungsphase ist vieles in Bewegung – Vision, Finanzierung, Produktentwicklung. Doch wer Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung (Corporate Social Responsibility, kurz CSR) von Anfang an mitdenkt, schafft nicht nur Vertrauen bei Kundinnen, Partnern und Investorinnen, sondern legt das Fundament für ein zukunftsfähiges, glaubwürdiges Business. 💡

SIRPLUS bringt überschüssige Lebensmittel zurück in den Kreislauf
SIRPLUS bringt überschüssige Lebensmittel zurück in den Kreislauf – über einen einzigartigen Onlineshop mit kuratiertem Sortiment. Gemeinsam mit Euch retten wir Essen, schützen das Klima und schaffen echte Veränderung!

Koalitionsvertrag 2025: Mogelpackung für Start-ups & Klima?
Der neue Koalitionsvertrag 2025 zwischen CDU/CSU und SPD trägt den Titel „Verantwortung für Deutschland“ – doch wo bleibt die Verantwortung für Klima, Innovation und nachhaltige Start-ups? Während wirtschaftliche Stabilität und Digitalisierung im Vordergrund stehen, bleiben zentrale Zukunftsthemen wie Klimaschutz und gezielte Start-up-Förderung auf der Strecke.

Neue europäische Verpackungsordnung
Seit 11. Februar 2025 ist die neue EU-Verpackungsverordnung „Packaging and Packaging Waste Regulation“, kurz PPWR, in Kraft. Die Verordnung bringt große Fortschritte für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft und umweltfreundliche Verpackungen. Sie sorgt für einheitliche Regeln in ganz Europa, um Verpackungsmüll zu reduzieren und Ressourcen zu schonen.

Winter-Offsite im Bayerischen Wald
Mitten im Bayerischen Wald, in der idyllischen Schnitzmühle, trafen sich vom 20. bis 23. Februar die Gründer:innen unserer Startups for Tomorrow. In Tiny Houses, umgeben von Natur, entstand die perfekte Kulisse für tiefe Gespräche, frische Ideen und darüber, wie der Verein sich 2025 weiterentwickelt.