Impact Revolution: Um etwas zu verändern müssen wir viele sein

Eigentlich wissen wir inzwischen (fast) alle, dass Plastik ein Problem in unserem Leben und auf der Welt darstellt. Aber so ganz aktiv etwas dagegen machen nicht alle etwas. Ganz anders eine NGO aus München, die sich ganz aktiv im Kampf gegen Plastik einsetzt.  Weil wir das gerne mit Euch teilen möchten, stellen wir Euch Impact Revolution hier vor:

Die Gruppe mit ihrem Logo auf dem Rücken

Eine Idee, eine Mission: Aufklärung über Plastikmüll

Impact Revolution hat es sich auf die Fahne geschrieben, durch kreative Aktionen und Kampagnen über Plastik und die damit verbundenen Probleme auf unserer Erde aufzuklären. Mit ihrem neusten Projekt Plastic Mountains möchte die NGO ein Zeichen gegen Plastikmüll und Umweltverschmutzung setzen. Es ist eine aufklärende, politische Kampagne, die alle Dimensionen von Plastikverschmutzung beleuchten soll - von der Umwelt und unserem Lebensstil, über Ungerechtigkeiten bis hin zu Gesundheit und Wirtschaft. 

Inhalt dieses Projekts ist, dass sich Wanderer:Innen bekleidet mit Plastikkostümen (bestehend aus Plastikmüll) auf eine Wanderung von München über die Alpen nach Venedig begeben. Mit dem Gewicht der Plastik-Krise wortwörtlich auf den Schultern. Ganz nach dem Motto:

Wir müssen Berge versetzen, um die Plastikkrise in den Griff zu bekommen

Hier werden die Kostüme geschneidert, die die Teilnehmer:Innen über die Alpen tragen

Während der Wanderung wird Videomaterial gesammelt und später zu einer Dokumentation zusammen geschnitten um möglichst viele Menschen für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.

Am 11. Juli 2021 startet die “Plastic Mountains” Wanderung über die Alpen

Vom 11.07. - 19.08.2021 wird das Team in Plastikkostümen von München, der Heimatstadt von impact revolution e.V., bis nach Venedig, der nächstgelegenen Küstenstadt, laufen. Aufgeteilt in fünf thematische Abschnitte, wird die Alpenüberquerung die Absurdität und die weitreichenden Auswirkungen der menschlichen Plastikkrise zeigen.

Abschnitt 1: Plastiktrends & menschliche Lebensstile 

Im ersten Teil der Aktion soll beleuchtet werden, wie Einwegplastik als Ware bereits tief verbunden mit unseren Lebensstilen ist. Die massive Zunahme der Plastikproduktion ist gekoppelt an unser aktuelles Wirtschaftssystem und ein globales Problem. Plastik ist unglaublich günstig und wird daher ständig neu produziert. In der Gegenwart kann man durchaus von einem “Versagen des Recyclings” sprechen, denn es werden Plastikberge neu produziert, während auf der anderen Seite die Müllberge bereits aufgetürmt sind.

Abschnitt 2: Plastik & soziale Ungerechtigkeit 

Der Handel mit Plastikmüll verursacht internationale Ungerechtigkeit! Dies ist eines der Themen im zweiten Abschnitt der Reise. Impact Revolution will auf Umweltrassismus und Neokolonialismus durch ungleiche Konzentration der Plastikproduktion und damit verbundene Verschmutzung aufmerksam machen. Ein weiteres Thema in diesem Abschnitt betrifft unterschiedliche Abhängigkeit von Hygieneprodukten und die dadurch verursachten geschlechtsspezifischen Probleme im Kontext von Plastikverschmutzung.

Abschnitt 3: Plastik und menschliche Gesundheit 

Im dritten Abschnitt überquert das Team nicht nur fast 3.000 Meter hohe Berge, sondern setzt als thematischen Schwerpunkt die Gesundheit. Plastik kann als endokriner Disruptor im menschlichen Körper wirken und erhöht wahrscheinlich das Risiko für Krebs, Diabetes und andere Krankheiten. Dabei will die NGO vor allem Aufmerksamkeit dafür schaffen, dass die Akkumulation von Chemikalien besonders hoch im Körper von Frauen und Kindern ist. Prinzipiell aber ist jeder Körper betroffen. Nicht nur Fische verschlucken große Mengen an Mikroplastik, die winzigen Teile gelangen über Nahrung und Luft auch in uns Menschen. Mikroplastik ist ein ernstzunehmendes Problem für unsere Gesundheit und vermutlich noch stärker für die kommender Generationen.

Abschnitt 4: Plastik und Umwelt 

Im vierten Abschnitt, auf dem Weg in die Hafenstadt Venedig, macht das Team auf die globalen Dimensionen der Plastik Krise aufmerksam. Steigende Treibhausgasemissionen durch die Kunststoffindustrie und die Abhängigkeit der Kunststoffproduktion von der Öl- und Gasförderung. Es ist erwiesen, dass Plastikmüll zum Verlust der Artenvielfalt beiträgt.

Abschnitt 5: Lösungen für unser Plastik-Problem

Das Ziel der Reise wird erreicht und es ist Zeit für einen Ausblick auf unsere Zukunft. Es gibt konkrete Vorschläge für Gesetze und Richtlinien - aber bisher fehlt in der Regel der politische Wille die Problematiken wirklich zu bearbeiten.
Impact Revolution stellt in diesem Teil des Projekts auch Innovative Material- und Designlösungen vor. Das Ziel ist Veränderung durch Aktionen. Die erzeugte Aufmerksamkeit soll zu Bürgerengagement führen und letztendlich wachsender öffentlicher Druck zu politischem Handeln.

Life in plastic ist einfach nicht fantastic! Das weiß Impact Revolution


Gewichtiges Problem, das es zu schultern gilt

Denn das Plastikproblem lastet tatsächlich nicht nur schwer auf unseren Schultern, sondern auf unserer gesamten Erde. Bisher haben wir Menschen schätzungsweise 9,6 Milliarden Tonnen Plastik produziert, das entspricht dem Gewicht von circa 2 Milliarden Elefanten. Und aktuell kommt jeden Tag noch mehr Müll dazu. Es ist also höchste Zeit, aufzuklären und zu handeln. Das ist es, was Impact Revolution erreichen möchte: Die Gewichtung des Plastikproblems und Lösungsansätze aufzeigen und das auf eine kreative und unkonventionelle, aber nie belehrende Art und Weise. 

Aus altem Plastikmüll wird Kunst gemacht

Impact Revolution nutzt Crowdfunding zur Finanzierung der Plastic Mountains Aktion

Die NGO nutzt die Plattform Startnext, in der Projektbeschreibung heißt es:

"Plastic Mountains" ist ein aktivistisches Abenteuer durch die Alpen um auf alle Dimensionen der Plastikverschmutzung aufmerksam zu machen. Mit selbstgemachten Rucksäcken aus Plastikmüll schultern wir die Plastikkrise und wandern von Land (München) bis Meer (Venedig). Unser Projektziel ist es, unsere Reise zu filmen und einen Kurzfilm zu produzieren, um so viele Menschen wie möglich auf kreative Weise zu erreichen und das Bewusstsein für die Komplexität der Plastikkrise zu schärfen.”

Die Crwodfunding-Kampagne Zur Finanzierung dieses tollen Projekts läuft noch bis 11. Juli - das lustige Video hierzu solltest Du Dir auf jeden Fall jetzt ansegen! Damit diese (noch) kleine NGO mehr Gehör bekommt und Berge versetzen kann, ist sie auf Unterstützung angewiesen. Hier kannst Du Teil der Lösung werden, anstatt Teil des Problems zu sein. Denn um eine Veränderung zu bewirken braucht es viele von uns!